Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Dr. Rosemarie Pohl-Weber, geb. Weber

(* 1. Dezember 1926 in Münster;  † 7. Juli 1990 in Bremen)

Dr. Rosemarie Pohl-Weber war die erste Frau in Bremen, die mit der Leitung eines Museums betraut wurde. Ab 1975 hatte sie die Stelle der Direktorin des Bremer Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte - Focke-Museum inne. In dieser Funktion gelang es ihr, Traditionen des Museums zu festigen aber auch neue Akzente zu setzen. So entstanden in ihrer Amtszeit verschiedene museumspädagogische Angebote.

Nach dem Studium der Volkskunde, Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik und ihrer Promotion war sie am Focke-Museum zunächst als Kustodin beschäftigt. Sie betreute die Restbergung der 1962 gefundenen Bremer Kogge und tauchte dazu selbst mit einer Tauchglocke hinunter zum Schiff auf den Wesergrund und arbeitete dort.

Dr. Rosemarie Pohl-Weber, selbst erfolgreich im Beruf, war sich der Einschränkungen, die für Frauen bestanden, bewusst. So klagte sie in einem Vortrag über mangelnde Austauschmöglichkeiten: "Warum können sich die Herren treffen und viel Wichtiges miteinander besprechen, in einer freundschaftlichen Atmosphäre sich ihren beruflich wichtigen Boden schaffen?" Dr. Rosemarie Pohl-Weber war verheiratet und hatte einen Sohn. Sie starb vor Erreichen der Pensionsgrenze.

Edith Laudowicz