Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Bardenheuer, Maria Elisabeth Hermine, gen. Rita, geb. Hoffmeister

(* 5.6.1877 in Bremen; † 15.2.1943 in Bremen)

Rita Bardenheuer war Mitbegründerin des Bundes für Mutterschutz und Sexualreform. Sie setzte sich konsequent für das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht ein.

Sie wuchs in der Bremer Neustadt auf und besuchte die Höhere Mädchenschule, danach das Lehrerinnenseminar von A.M. Janson. Nach der Heirat und der Geburt ihrer drei Kinder unterbrach sie ihre Lehrerinnentätigkeit und schloss sich dem Verein für Frauenstimmrecht an.

1919 trat Rita Bardenheuer der Sozialdemokratischen Partei bei und wurde in die provisorische Bremische Nationalversammlung - die erste demokratisch gewählte Volksvertretung in Bremen – gewählt, deren Schriftführerin sie wurde. Trotz ihrer umfangreichen parteipolitischen Arbeit schloss sie sich 1919 noch der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit, Ortsgruppe Bremen, an und war bis 1925 deren Zweite Vorsitzende. 1921 legte sie aufgrund der Streitigkeiten innerhalb der Partei ihr Bürgerschaftsmandat nieder und konzentrierte sich auf ihre Arbeit in der Frauen-Friedens- und Mutterschutzbewegung. 1922 trat sie aus der SPD aus, da ihr Mann mehr und mehr berufliche Schwierigkeiten bekam. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zog sich Rita Bardenheuer in ihren Haushalt zurück. Mit nur 66 Jahren verstarb sie an einem Gehirnschlag.

Edith Laudowicz