Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Josepha Erling, geb. Berentzen

(* 16. Dezember 1861 in Haselünne; † 13.11.1948 in Bremen)

Josepha Erling war Gründerin und bis 1923 Vorsitzende der Bremer Ortsgruppe des „Katholischen Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder“, der bis heute unter dem Namen „Sozialdienst katholischer Frauen“ alleinstehende junge Mütter betreut und Kindergärten betreibt.

Josepha Erling wurde als Tochter des Inhabers des bis heute existierenden Brennereibetriebs „I.B. Berentzen“ in Haselünne geboren. Als der Vater starb, führte Josepha die Firma bis zu ihrer Heirat mit Carl Erling weiter. Carl Erling hatte von seinem Großvater mehrere Mühlen, darunter die Herdentorsmühle in den Bremer Wallanlagen, übernommen. Die Familie lebte in einem großen Haus am Osterdeich 59. Das Ehepaar hatte zwei Söhne und sechs Töchter.

Durch ihr Engagement in der Kirchgemeinde wurde Josepha Erling mit der Not alleinstehender Frauen konfrontiert. Gegen diese Not engagierte sich der von Agnes Neuhaus 1899 in Dortmund gegründete „Katholische Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“, der dann auch in Bremen entstand und im Erlingschen Privathaus tagte. Um den Frauen zu helfen, besuchten die Vereinsmitglieder die Frauen in den Familien, in Krankenhäusern und Gefängnissen, knüpften aber auch Kontakte zu Behörden.

Edith Laudowicz