Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Hermine Berthold, geb. Brühning

(* 22. März 1896 in Bremen; † 2. Juni 1990 in Bremen)

Obwohl Hermine Berthold die Öffentlichkeit scheute, war sie Zeit ihres Lebens politisch aktiv. Von Jugend an setzte sie sich für die Menschen ihrer Klasse, vor allem für Frauen ein, deren Elend sie aus eigener Erfahrung kannte. Im Faschismus riskierte sie dafür sogar ihr Leben.

Hermine Auguste Berthold geb. Brühning wurde am 22. März 1896 in Hastedt geboren und wuchs in einer Arbeiterfamilie auf. Nach der Volksschule arbeitete sie als Dienstmädchen, danach als ungelernte Arbeiterin in der Jute-Spinnerei und -Weberei und heiratete 22-jährig einen Hafenarbeiter, mit dem sie drei Kinder hatte.

Sie gehörte der „Sozialistischen Arbeiterjugend“ an, war in der Textilgewerkschaft und Konsumgenossenschaft aktiv und schloss sich 1918 der USPD, 1922 der SPD an. 1930 wurde sie SPD-Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft.

Im November 1934 wurde sie verhaftet  und wegen Vorbereitung zu politischem Hochverrat zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Ab Mai 1945 engagierte sie sich in der „Kampfgemeinschaft gegen den Faschismus“, ab 1946 erneut als Bürgerschaftsabgeordnete, besonders in den Deputationen für Ernährungsfragen und Gesundheit. Am 2. Juni 1990 starb sie in einem Bremer Altenheim.

Romina Schmitter