Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Hilde Adolf (1953 – 2002, Bremerhaven)

Politik für die MenschenLeidenschaftliche Macherin mit Humor

(16 Patenschaften)

 

 

Film-Aufnahme und Schnitt: Monika B. Beyer

 

Die SPD-Politikerin Hilde Adolf war als Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales die erste Frau aus Bremerhaven im Bremer Senat. Die Rechtsanwältin, Sozialpolitikerin und Kabarettistin engagierte sich für die Gleichberechtigung von Frauen und die sozialen Belange der weniger Privilegierten.

Hilde Adolf wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Ihr Jurastudium in Göttingen und Bremen finanzierte sie überwiegend selbst. 1987 begann Hilde Adolf ihre berufliche Laufbahn bei einer Rechtsanwältin in Bremerhaven. Gewalt an Frauen, das wurde ihr dort verstärkt bewusst, musste nicht nur privat, sondern auch politisch angegangen werden.

Hilde Adolf war Leiterin der „Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau“, kurz ZGF in Bremerhaven, Stellvertreterin der Landesfrauenbeauftragten, Mitglied im Frauen- und Gleichstellungsausschuss des Deutschen Städtetags und Sprecherin der Bundesfrauenkonferenz kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros (BAG). Sie begriff sich selbst als Feministin, als eine Frau, „die für Frauen streitet.“

Viele Jahre SPD-Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft, wurde sie schließlich als Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales (1999) die erste Frau, die als Senatorin auch die Bremerhavener Interessen mit zu vertreten hatte. Hilde Adolf gehörte dem lokalpolitischen Kabarett „Die Müllfischer“ an. Im Alter von nur 48 Jahren starb sie am 16. Januar 2002 bei einem Autounfall auf dem Nachhauseweg von Bremen nach Bremerhaven.

Beate Borkowski

[Die Langfassung dieses Textes finden Sie im Katalog, der zur Ausstellung im KellnerVerlag erschienen ist:

ISBN 978-3-939928-60-7]