Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Dorothea Mügge (1896 – 1981, Bremerhaven)

 

Gebt uns Bücher, gebt uns Flügel

Unternehmerin in Sachen Bildung und Kultur

(9 Patenschaften von 15)

 


Film-Aufnahme und Schnitt: Monika B. Beyer

 

Thea Mügge brachte den Mut auf, mit 52 Jahren im kriegszerstörten Bremerhaven mit einer Buchhandlung eine eigene Existenz zu gründen. Damit trug sie zum kulturellen Wiederaufbau der Stadt bei. Die Buchhandlung in der Bremerhavener Innenstadt trägt bis heute ihren Namen.

Dorothea Mügge, Thea genannt, wurde in Lehe geboren. In der Langen Straße betrieb ihr Vater Hinrich Mügge eine Schmiedewerkstatt und Schlosserei. Ihre Mutter Marie, geb. von Wecheln kümmerte sich um die drei Kinder. Thea Mügge schloss 1917 eine Lehre zur Buchhändlerin in Neubrandenburg ab. Anschließend arbeitete sie in Bremerhaven in der renommierten Buchhandlung von Rudolf Petermann und seinem Nachfolger Karl Memminger.

Nach dem Krieg errang Thea Mügge 1947 von der amerikanischen Militärbehörde die Lizenz zur Gründung der „Buchhandlung Thea Mügge“. Den Grundstock ihres Geschäfts bildete eine Leihbibliothek mit Büchern aus ihrem Privatbesitz. Nach vier Jahren in einer Baracke zog die „Buch- und Kunsthandlung Thea Mügge“ in das wiederaufgebaute Geschäftshaus der Städtischen Sparkasse in der Innenstadt, später ein paar Hausnummern weiter. In der Auslage fanden sich auch Bilder von Künstlern aus der Region, unter anderem von Paul Ernst Wilke, mit dem sie eine enge Freundschaft verband. 1969 verkaufte Thea Mügge ihre Firma schweren Herzens. Sie starb am 24. September 1981 im Alter von 85 Jahren.

Beate Borkowski

[Die Langfassung dieses Textes finden Sie im Katalog, der zur Ausstellung im KellnerVerlag erschienen ist:

ISBN 978-3-939928-60-7]