Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Bertha Lindemann (1900 – 2002, Bremen-Neustadt)


Lehrerin in China
Sozial engagierte Pädagogin

(5 Patenschaften von 15)

 


Film-Aufnahme und Schnitt: Monika B. Beyer

 

Bertha Lindemann arbeitete vierzig Jahre lang als Grundschullehrerin, Betreuerin und Heimleiterin. Sie unterrichtete von 1928 bis 1932 an einer deutschen Schule in China, betreute Bremer Mädchen während der Kinderlandverschickung in Hessen und baute gemeinsam mit ihrem Mann ein Schullandheim auf.

Bertha Katharine Luise Lindemann, geb. Schierenbeck, kam aus einem bürgerlichen Elternhaus. Ihr Vater war Lehrer und Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft. 1920 absolvierte sie das Erste Staatsexamen am Volksschullehrerinnenseminar in Bremen. Weil sie ihre Stelle für einen männlichen Kriegsheimkehrer räumen musste, ging sie für vier Jahre als Lehrerin nach China, wo sie in einer deutschen Schule unterrichtete.

Zurück im Bremischen Schuldienst, lernte sie ihren Mann kennen. Mit Eltern der Schule am Geschworenen Weg bauten Bertha und Hermann Lindemann in den 1930er Jahren ein Schullandheim in Everinghausen auf. Während des Krieges leitete Bertha Lindemann in Hessen ein Lager der Kinderlandverschickung für dreißig Mädchen aus Bremen.

Nach dem Krieg betreute und unterrichtete das Ehepaar Lindemann zunächst Flüchtlingskinder und später schwer erziehbare Kinder in Everinghausen. Ab 1951 unterrichtete Bertha Lindemann an der Schule in der Kornstraße.

Bertha Lindemann war bis ins hohe Alter reiselustig und weltoffen. Sie wurde 102 Jahre alt.

Beate Borkowski

[Die Langfassung dieses Textes finden Sie im Katalog, der zur Ausstellung im KellnerVerlag erschienen ist:

ISBN 978-3-939928-60-7]