Ausstellung vom 3. bis 15. Juli 2011 in der Unteren Rathaushalle, Bremen

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Elisabeth Loesche

(*1896 in  Bautzen;  † 1.9.1967 in Bremen)

Elisabeth Loesche war in den 50iger Jahren eine engagierte CDU-Politikerin, die als Bürgerschaftsabgeordnete und im Bremer Frauenausschuss insbesondere in den Bereichen Wohnungsbau- und Frauenpolitik aktiv war.

Elisabeth Loesche wurde 1896 in Bautzen als Tochter eines Offiziers geboren. Nach dem Besuch der Höheren Mädchenschule in Leipzig und einer sozialpädagogischen Frauenschule arbeitete sie als Erzieherin und Leiterin eines Kindergartens. Sie gehörte in Leipzig einem Kreis der Bekennenden Kirche an.

Nach 1945 trat Elisabeth Loesche in der sowjetischen Besatzungszone in die CDU ein und war Mitglied des Leipziger Parteivorstands. 1948 siedelte sie mit ihrem Mann, der an der Pädagogischen Hochschule eine Stelle erhalten hatte, nach Bremen über. Elisabeth Loesche übernahm die Leitung des CDU-Frauenausschusses und arbeitete im Bremer Frauenausschuss mit, dem Dachverband der Bremer Frauenverbände.

1951 kandidierte Elisabeth Loesche für die Bürgerschaft und war bis 1959 Abgeordnete der CDU. Ihr Engagement galt vor allem dem sozialen Wohnungsbau. Sie setzte sich insbesondere für einen bedarfsgerechten Zuschnitt der Küchen ein. Von 1951 bis 1955 und von 1957 bis 1959 hatte sie die Funktion der Schriftführerin im Bürgerschaftsvorstand inne. Wegen innerparteilicher Richtungsdiskussionen trat Elisabeth Loesche 1959 in die Deutsche Partei DP über. Danach schaffte sie den Wiedereinzug ins Parlament nicht mehr. 

Quelle:

Dr. Renate Meyer-Braun in „Bremer Frauen von A bis Z. Ein biografisches Lexikon“, Hannelore Cyrus u.a., Bremen 1991